HOHE ABFINDUNG IM ARBEITSRECHT

Eine möglichst hohe Abfindung

Häufig kommen Mandanten zu uns mit der Auffassung der Arbeitgeber müsse eine Abfindung bei jeder Kündigung zahlen. Entweder als finanzieller Puffer der Kündigungsfolgen oder als Belohnung für die jahrelange Arbeit. Beides ist unzutreffend.

 

Eine Abfindung wird vom Arbeitgeber aber nur dann angeboten, wenn er eine Kündigung ausspricht und gleichzeitig befürchten muss, dass der Arbeitnehmer gegen die Kündigung erfolgreich klagen wird. Das droht dem Arbeitgeber, wenn z.B. ein Kündigungsgrund fehlt.

Dann besteht für ihn die Gefahr, dass er das Gehalt nach Ablauf der Kündigungsfrist weiterzahlen und den gekündigten Arbeitnehmer nach einem Prozeß vor dem Arbeitsgericht sogar weiterbeschäftigen muss. Diese Risiken schließt der Arbeitgeber aus, wenn er sich auf eine Abfindung einigt.

 

Kurz gesagt: Der Arbeitgeber zahlt nur dann eine Abfindung, wenn er befürchten muss den arbeitsgerichtlichen Prozeß zu verlieren. Durch Zahlung einer Abfindung kauft er sich von dem Risiko frei, den Arbeitnehmer nach verlorenem Prozeß weiterbeschäftigen zu müssen. Wenn der Arbeitgeber hingegen nichts zu befürchten hat, wird er keine Abfindung anbieten und auch nicht verhandeln.

 

Dies wäre z.B. dann der Fall,

 

  • wenn der Kündigungsgrund zweifellos besteht

  • wenn der Arbeitnehmer sich nicht auf das Kündigungsschutzgesetz berufen kann.

  • wenn der Arbeitnehmer selbst gekündigt oder einen wirksamen Aufhebungsvertrag ohne Abfindung unterschrieben hat.

 

Für die Beurteilung ob eine dieser Varianten vorliegt, sollten Sie sich an einen Anwältin oder einen Anwalt im Arbeitsrecht wenden, weil die Einschätzung schwierig ist und für Sie sehr große Beträge auf dem Spiel stehen können. Nutzen Sie unsere Möglichkeit zu einem kostenfreien Erstkontakt.

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