Mit Abfindungsrechner die Abfindung kalkulieren

Wie funktioniert der Abfindungsrechner?

Bruttomonatsgehalt

Stellen Sie zuerst Ihr Bruttomonatsgehalt ein, also die Summe dessen, was Ihnen pro Monat brutto zufließt. Wenn es jährliche Zahlungen gibt, nehmen Sie den Jahresgesamtwert und teilen diesen durch 12, um zum Bruttomonatsgehalt zu gelangen.

Betriebszugehörigkeit
Stellen Sie dann die Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit ein. Oberhalb eines Halbjahres wird aufgerundet auf ein ganzes Jahr.

Faktor
Schließlich müssen Sie den richtigen Faktor einstellen. Der vermindert oder vergrößert das Endergebnis. Er dient dazu die verschiedenen Konstellationen abzubilden, indem die Wahrscheinlichkeit der Wirksamkeit der Unwirksamkeit der Kündigung in einer Prognose zugrundegelegt wird.  Voreingestellt ist ein Faktor von 0,5.

 

Faktor 0,5

Der Faktor 0,5 ist quasi die Standardabfindungsformel bei den meisten Arbeitsgerichten. Dies ist aber nur eine Faustformel. Letztlich ist das Gesamtrisiko des Arbeitgebers zu bewerten.

 

Faktor 0,75 - 1,0

Bei Schwächen in der Begründung der Kündigung oder einem erheblichen Beendigungsinteresse des Arbeitgebers bewegen Sie sich bereits in der Region von 0,75 bis 1,0.

 

Faktor 1,0 - 1,5

Oberhalb von 1,0 bis etwa 1,5 gelangen Sie, wenn die Kündigung insgesamt bereits in der Prognose deutlich unwirksam erscheint.

Faktor größer als 1,5 

In der Region von 1,5 und größer bewegen Sie sich, wenn die Kündigung unwirksam erscheint, das Arbeitsverhältnis aber trotzdem beendet werden soll. 

Bitte beachten Sie, dass dies letztlich nur Näherungswerte sind und das Ergebnis der Berechnung des Abfindungsrechners nicht Ihren Anspruch repräsentiert, sondern lediglich eine Einschätzung in welcher Größenordnung sich Ihre Abfindung wahrscheinlich bewegt. 

Wie berechnet sich die Höhe der Abfindung?

Für die Berechnung der Höhe der Abfindung wird die Formel verwendet:

Bruttomonatsgehalt x Jahre der Betriebszugehörigkeit x Faktor

 

Ausschlaggebend  sind somit Bruttomonatsgehalt,  die Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Faktor.  Beim Arbeitsgericht wird häufig ein Faktor von 0,5 als Faustregel zugrundegelegt.

Das ist aber nicht zwingend. Es ist ausschließlich Sache der Verhandlungen der Parteien welcher Faktor Anwendung findet.  Hier können viele Aspekte eine Rolle spielen: Das Prozessrisiko der Parteien, das Bestehen eines besonderen Kündigungsschutzes, die Größe des Unternehmens, und insbesondere das Interesse an einer raschen Regelung.

Welches Monatsgehalt gilt?

Aus der obigen Rechnung folgt, dass das Gehalt eine entscheidende Rolle spielt. Finanzielle Berechnungsgrundlage ist das Bruttomonatsgehalt. In der Praxis stellt sich hier stets die Frage, was dazu zählt: Arbeitgeber sind bestrebt möglichst nur das Fixgehalt zu berücksichtigen, während dessen es im Interesse des Arbeitnehmers liegt, alle Gehaltsbestandteile zu berücksichtigen, d.h. auch Variablen, Gratifikationen etc. Hier ist ein weites Feld für Verhandlungen.

Wie kann ich die Abfindung maximieren?

Wichtig ist, dass die Abfindung der Preis ist, den der Arbeitgeber bereit ist zu zahlen, um das Arbeitsverhältnis rasch zu beenden. Keineswegs bestimmt sich dessen Höhe nach einer starren Formel. Die Abfindung ist Spiegelbild des wirtschaftlichen Drucks und des Prozessrisikos des Arbeitgebers. Weil in den Verhandlungen aber stets die Formel ins Spiel gebracht wird, können Sie einen Beitrag leisten zur Maximierung Ihrer Abfindung, wenn Sie wissen, worauf es bei den einzelnen Punkten ankommt. 

Bruttomonatsgehalt als Berechnungsgrundlage 

Berechnungsgrundlage ist das Bruttomonatsgehalt. Hierzu zählt alles, was Ihnen zufließt. Daher müssen Sie darauf drängen, dass alle Zusatzzahlungen korrekt berücksichtigt werden, und nicht etwa nur das Grundgehalt angesetzt wird. Wichtig ist auch, dass auch variable Zahlungen erfaßt werden.

Betriebszugehörigkeit als weiterer Faktor

Bei der Betriebszugehörigkeit als weiterem Faktor ist darauf zu achten, dass alle Zeiten berücksichtigt werden. So wird  beispielsweise bei Unterbrechungen bis zu sechs Monaten die davor zurückgelegte Zeit einbezogen. Auch die Ausbildungszeit gehört zur Betriebszugehörigkeit. Die gilt auch für Elternzeit, Mutterschutzzeiten und längere Krankheit. Für freiwillige Auszeiten, wie z.B. dem Sabbatical sollten Sie rechtzeitig vorher eine Regelung herbeiführen.

Der Faktor in der Berechnung

Der größte Streitpunkt ist naturgemäß die Bestimmung des Faktors, der in der Berechnung der Abfindung eingesetzt wird. Als "Faustformel" wird bei Gericht, vor allem seitens der Arbeitgeber, der Faktor von 0,5 als angeblicher Standard herangezogen. Daran ist nur richtig, dass meist vom Arbeitsrichter selbst ein Faktor von 0,5 ins Spiel gebracht wird, in Anlehnung an die verbreitete Gerichtspraxis und § 1a KSchG. Darauf sollten Sie sich nicht einlassen. Massgeblich für die Höhe einer Abfindung als Entschädigung für den Verzicht auf Kündigungsschutz ist die wirtschaftliche Bedeutung für den Arbeitgeber, als wirtschaftliches und rechtliches Risiko, die sich durch einen Standardfaktor von 0,5 nicht ausdrücken. Sofern überhaupt mit einem Faktor gerechnet wird, ist dieser in vollem Umfang Verhandlungsgegenstand. Letztlich massgeblich ist aber das Prozeßrisiko des Arbeitgebers. Hier ist für Sie sinnvoll sich an einen erfahrenen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden. Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann alle Aspekte des Prozeßrisikos so darlegen und begründen, dass diese wirtschaftlich Einfluss auf die Höhe der Abfindung haben. Massgeblich sind dabei rechtliche Argumentationen zur Wirksamkeit der Kündigung und wirtschaftliche Berechnungen zur Höhe des Annahmeverzugsrisikos des Arbeitgebers. Wenn es Ihnen gelingt hier alle Aspekte perfekt auszuspielen, werden Sie in der Regel einen höheren Faktor als 0,5 erreichen. 

Anwalt für Arbeitsrecht steht Ihnen bei im Arbeitsgerichts München

Höhere Abfindung mit einem Anwalt?

Die Abfindungshöhe hängt von geschicktem Verhandeln ab. in den meisten Fällen werden Sie eine weitaus höhere Abfindung erhalten können, wenn ein Anwalt für Sie verhandelt. 
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