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Die Kosten im Arbeitsrecht

Die Kosten für ein arbeitsgerichtliches Verfahren setzen sich zusammen aus den Anwaltskosten und aus den Gerichtskosten.

Bei arbeitsgerichtlichen Verfahren besteht die Besonderheit in der ersten Instanz, dass es keine Kostenerstattung gibt, d.h. der Verlierer bezahlt nur seinen eigenen, nicht aber den gegnerischen Rechtsanwalt und die Gerichtskosten.

Gerichtsgebühren fallen nicht an, wenn der Prozeß durch ei­nen Ver­gleich er­le­digt wird, was bei 90% der verhandelten Verfahren der Fall ist. Würde ein Urteil gesprochen, sind die vom Ar­beits­ge­richt er­ho­be­nen Gebühren weitaus  ge­rin­ger als beim Amts- und Land­ge­richt.

Kosten im Arbeitsrecht - Anwalt Arbeitsrecht | DR. THORN Rechtsanwälte PartGmbB, Clemensstrasse 30, 80803 München

Grund für diese Kostenregelung im Arbeitsgerichtsverfahren ist, dass sich Ar­beit­neh­mer meist auf der Kläger­sei­te be­fin­den und wegen des Arbeitnehmerschutzgedankens das Risiko der Kostentragungspflicht bei Unterliegen nicht zu ihren Lasten gehen soll.

Die Kosten einer anwaltlichen Vertretung im Arbeitsrecht sind nicht unerheblich, weil als Streitwert z.B. einer Kündigungsschutzklage ein Quartalsgehalt angesetzt wird, woraus sich die gesetzlichen Gebühren berechnen.

 

Wir empfehlen daher grundsätzlich jedem Arbeitnehmer rechtzeitig  eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, die die Kosten arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen dann trägt.

 

Allerdings können sich bei uns auch solche Arbeitnehmer beraten und bei einer Kündigung bzw. einer Kündigungsschutzklage vertreten lassen, die keine Rechtsschutzversicherung haben. Wir führen eine Einschätzung der Chancen vor Übernahme eines Mandats durch, so dass sichergestellt ist, dass durch die zu erwartende Abfindung die Anwaltskosten in jedem Fall abgedeckt sind.

FAQ - Häufige Fragen zu Kosten im Arbeitsrecht

1. Wie hoch sind die Anwaltskosten beim Arbeitsgericht?

Wenn es um eine Kündigung geht, richten sich die Kosten nach dem Bruttomonatsgehalt. Bei 3.000 EURO betragen die Kosten für den Anwalt ungefähr 2.347 EURO brutto, wenn ein Vergleich abgeschlossen wird. Eine private Rechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel die Kosten.

2. Wann entstehen Gerichtskosten beim Arbeitsgericht?

Beim Arbeitsgericht entstehen auch Gerichtskosten, die allerdings überschaubar sind. Sie berechnen sich nach Anlage 2 zu § 34 Gerichtskostengesetz (= GKG). Bei einem Streitwert von 9.000 EURO, also einer Kündigungsschutzklage mit einem Bruttomonatsgehalt von 3.000 EURO, liegen die Kosten bei 245 EURO. Wenn ein Vergleich geschlossen wird, müssen keine Gerichtskosten gezahlt werden.

3. Wer trägt die Kosten für den Anwalt?

Im Arbeitsrecht gilt die Regel des § 12a Abs. 1 Satz 1 Arbeitsgerichtsgesetz (= ArbgGG), wonach in der ersten Instanz keine Erstattung von Anwaltskosten erfolgt. In der zweiten Instanz gilt die übliche Erstattungspflicht der unterlegenen Partei.

Gerichtssaal - Anwalt Arbeitsrecht | DR. THORN Rechtsanwälte PartGmbB, Clemensstrasse 30, 80803 München

Kosten: Rat vom Anwalt holen

Viele Arbeitnehmer gehen nicht zum Anwalt, weil sie hohe Kosten befürchten. Lassen Sie sich von den Kosten nicht abhalten. Wenn Ihr Fall aussichtsreich ist, sind die Kosten für Sie überhaupt kein Problem. Rufen Sie an und lassen Sie sich die Kosten in Ihrem Fall erläutern.

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