Organisierter Schreibtisch

INFO:  KÜNDIGUNGSSCHUTZ

Der Kündigungsschutz im Arbeitsrecht

Zugunsten von Arbeitnehmern gilt das Kündigungsschutzgesetz (= KSchG). Dieses Gesetz regelt, dass eine ordentliche Arbeitgeberkündigung nicht nur die Kündigungsfrist beachten muss, sondern auch nur ausgewählte Kündigungsgründe beachtlich sind.

 

Verstöße dagegen haben in der Regel zur Folge, dass die Kündigung rechtsunwirksam ist. Das muss allerdings mit einer Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht innerhalb der Klagefrist geltend gemacht werden. Diese Klagefrist beträgt lediglich 3 Wochen ab Zugang der Kündigung.

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Hier ist zu beachten, dass Zugang nicht bedeutet, dass Sie die Kündigung in Händen halten müssen, sondern lediglich voraussetzt, dass üblicherweise mit einem Erhalt der Kündigung gerechnet werden kann. Das bedeutet, dass eine Kündigung Ihnen auch dann als zugegangen gilt, wenn Sie zum Beispiel im Urlaub sind.

 

Das Kündigungsschutzgesetz gilt für Sie, wenn Sie länger als 6 Monate bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind, bevor die Kündigung zugegangen ist. Zusätzlich zur Beschäftigungsdauer von mehr als 6 Monaten müssen beim Arbeitgeber in der Regel mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt werden.

 

Damit Sie keine Rechte verlieren und die Kündigung nicht wirksam und unangreifbar wird, muss deshalb innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden. In jedem Fall sollten Sie bei Erhalt einer Kündigung rechtlichen Rat bei einem Rechtsanwalt einholen und sich über Ihre Rechte und Erfolgsaussichten einer Klage beraten zu lassen. Bitte setzen Sie sich sofort nach Kenntnis von der Kündigung mit einem Rechtsanwalt in Verbindung, da möglicherweise sogar sofort Maßnahmen getroffen werden müssen.