PERSONENBEDINGTE KÜNDIGUNG

Die personenbedingte Kündigung im Arbeitsrecht

Bei dieser Kündigung liegt die Störung des Arbeitsverhältnisses und der Grund für dessen Beendigung in der Sphäre des Arbeitnehmers.

Eine personenbedingte Kündigung ist dann möglich, wenn der Arbeitnehmer die Arbeit nicht (mehr) ausführen kann.

 

Häufigster Fall der personenbedingten Kündigung ist die Kündigung wegen Langzeiterkrankung oder häufigen Kurzerkrankungen, die zur Arbeitsunfähigkeit führen und auch in Zukunft andauern werden .

Die Anforderungen an eine personenbedingte Kündigung sind sehr hoch.

Eine Kündigung ist nur möglich, wenn

 

  • feststeht, dass der Arbeitnehmer in Zukunft nicht mehr in der Lage sein wird seinen arbeitsvertraglichen Pflichten nachzukommen.

  • dadurch wesentliche Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt sind

  • und eine Interessenabwägung ergibt, dass die berechtigten Interessen des Arbeitgebers schützenswerter sind als die Interessen des Arbeitnehmers.

 

Ferner muss geklärt werden, ob der Arbeitgeber einen Versuch zur stufenweisen Wiedereingliederung vorgenommen und ob der Arbeitgeber das betriebliche Eingliederungsmanagement gemäß § 84 II SGB IX durchgeführt hat.

Nach Ausspruch einer personenbedingten Kündigung sollten Sie Ihre Position von einem Fachmann für Kündigungen klären lassen.

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