VERHALTENSBEDINGTE KÜNDIGUNG

Die verhaltensbedingte Kündigung im Arbeitsrecht

Die verhaltensbedingte Kündigung stellt eine der drei ordentlichen Kündigungsformen dar, wenn das KSchG (=Kündigungsschutzgesetzes) gilt.

Bei der verhaltensbedingten Kündigung ist der Grund für die Kündigung ein schwerwiegendes Fehlverhalten des Arbeitnehmers.  Der Arbeitgeber, der eine verhaltensbedingte Kündigung ausspricht, muss in der Regel den Arbeitnehmer zuvor wegen eines gleichartigen Pflichtverstoßes abgemahnt haben. Eine  vorangegangene einschlägige Abmahnung ist in der Regel zwingend erforderlich.

Eine Abmahnung  ist nur im Ausnahmefall entbehrlich.

Das ist dann der Fall, wenn das Fehlverhalten so gravierend ist, dass dem Arbeitnehmer von vornherein klar sein musste, dass dieses Verhalten unter keinen Umständen geduldet wird.

Wenn eine Abmahnung erklärt wurde und diese wirksam ist, ist die Kündigung aber nur dann wirksam, wenn zusätzlich die Lösung des Arbeitsverhältnisses in Abwägung der Interessen beider Vertragsteile billigenswert und angemessen erscheint.

 

In diesem Bereich kann nicht nur sehr viel in jede Richtung diskutiert werden, sondern es steht die sofortige Beendigung unter Verlust von Ansprüchen auf Arbeitslosenunterstüzung auf dem Spiel. Daher empfehlen wir Ihnen, einen Kündigungen spezialisierten  Anwalt einzuschalten, um den gesamten Sachverhalt beurteilen zu lassen.

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